Etwas Lebenswichtiges, das ich meiner Mutter verdanke, ist das mit ihrem Abhandengehen hinterlassene Gefühl, den in meinem Wesen angelegten Wunsch nach Gemeinsamkeit und Vertrauen nicht an einen Menschen zu knüpfen, sondern beides in jedem Menschen für möglich zu halten, auch nach Enttäuschungen.
Hervorgehoben
DEMOKRATIE ist kein Wert an sich, WACHSTUM schon gar nicht und FREIHEIT ist eine Illusion. Ist es sinnvoll zu fragen, ob wir uns mit den drei Begriffen eine Welt vormachen, die wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat oder ob unser Gehirn aus den Informationen, die die Sinnesorgane ihm liefern, falsche Schlüsse zieht? Fatal ist eines wie das andere. Beides limitiert unsere Zukunft.
der alte jüdische Friedhof im Prager Stadtteil Žižkov
Im Prager Stadtteil Žižkov gibt es zwei jüdische Friedhöfe. Von dem großen neuen Friedhof, der 1890 gegründet wurde, belegt der jüdische Teil nur einen kleinen Bereich. Dort ist eine Gedenkstätte für die Holocaust-Opfer und auch das Grab von Franz Kafka. Davor gab es im selben Stadtteil einen jüdischen Friedhof, den ich zufällig beim steilen Abwärtsblick vom Fernsehturm entdecke. Weiterlesen
kein Abgrund
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Sind wir hilflos? „Ausblick am Rand des Abgrunds“ überschreibt das Onlinemagazin Manova ein Gespräch des vom medialen Mainstream entfernten Publizisten Walter van Rossum mit der von der Universität Bonn gekündigten Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Weiterlesen
einfach und genial
Wieder einmal führt mir der Verstand vor, wie schwierig es ist, klar zu denken. Im Alter von 22 Jahren las ich „3/4 Hundert Kleingeschichten“ von Erwin Strittmatter. Dabei hakte sich der Satz „Wo ein Plus, da auch ein Minus“ so fest in mir, dass ich mir eingebildet habe, er käme in dem Buch mehrfach vor. „Gesetz“ nannte Strittmatter diesen Satz sogar. Ich gab mich damit zufrieden, ihn entdeckt zu haben. Weiterlesen