Was ist das kleinste größte Abenteuer der Welt? Wenn sich in der unendlichen Weite des Nichts zwei elementare Teilchen begegnen. Es ist ihre erste Begegnung mit etwas anderem und ihnen wird ganz kribbelig. Zum ersten Mal spüren sie sich selbst. Und dann? Dann merken sie, ob sie etwas miteinander anfangen können oder nicht. Und wenn? Dann wechselwirken sie und werden gemeinsam etwas Neues. Das bewegt sich weiter durch das Nichts, bis es wieder etwas anderem begegnet. Oder aus der ersten Begegnung wird ein Zweierlei. Dann verdoppelt sich seine Chance, und es vergehen vielleicht nur fünf Lichtjahre statt zehn bis zum zweitkleinsten größten Abenteuer.
einfach und genial
Wieder einmal führt mir der Verstand vor, wie schwierig es ist, klar zu denken. Im Alter von 22 Jahren las ich „3/4 Hundert Kleingeschichten“ von Erwin Strittmatter. Dabei hakte sich der Satz „Wo ein Plus, da auch ein Minus“ so fest in mir, dass ich mir eingebildet habe, er käme in dem Buch mehrfach vor. „Gesetz“ nannte Strittmatter diesen Satz sogar. Ich gab mich damit zufrieden, ihn entdeckt zu haben. Weiterlesen
„Bangaranga“
Gestern gewann die 27-jährige Bulgarin ‚Dara‘ Darina Nikolaewa Jotowa, in Wien den 70. Eurovision Song Contest. Der Titel ihres Dance-Songs „Bangaranga“ ist ein jamaikanisch-kreolisches Wort, das Aufruhr, Chaos, Durcheinander bedeutet. Die Interpretin und Mitautorin mag am liebsten ‚Unruhestifterin‘, lese ich auf n-tv. Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt am Tag danach in ihrer Online-Ausgabe: Weiterlesen
Kriegsentwickler
Das Wort ‚Kriegsentwickler‘ habe ich erfunden. Die EU-Parlamentarierin Agnes Strack-Zimmermann ist eine Kriegsentwicklerin. Seit Wladimir Putin den Krieg gegen die Ukraine begann, ist ihr nichts wichtiger und richtiger, als ihn so lange fortzusetzen, bis die Ukraine sich revanchiert hat. In ihrem katholischen Weltbild muss Putin sich am Ende für besiegt erklären. Wirklichkeitsnähere Menschen wissen, dass das nicht geschehen wird und stattdessen Schlimmstes immer weiter. Weiterlesen
meine Natur
Im Leipziger Johanna-Park gibt es eine Stele zum Andenken an den Textilunternehmer Walter Cramer. Als Mitverschwörer des Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er im November desselben Jahres im Strafgefängnis Plötzensee in Berlin hingerichtet. Auf der Stele steht: DER TOD EINES 58 JÄHRIGEN IST NICHT SINN UND ZWECKLOS.WENN MAN MIR GEDENKEN UND IN EHREN BEWAHRT,SO WIRD MAN ÜBER MICH UND MEINE GESINNUNG,MEINE ARBEIT UND MEIN HANDELN NACHDENKEN UND – DANACH HANDELN Weiterlesen